Was ist der Unterschied zwischen einer Grillparty und einem Barbeque?
Grillen ist eine Garmethode, die dem Braten sehr ähnlich ist. Das bedeutet, dass das zu garende Fleisch direkt über der Wärmequelle gegart wird und oftmals nur eine kurze Garzeit benötigt. Beim Grillen von Steaks, Koteletts oder Würsten sollte mit einer Gardauer von etwa 25 Minuten gerechnet werden. Das Grillgut muss ab und zu gewendet werden, um ein Verbrennen zu vermeiden. Da das Grillgut auf dem Grillrost direkt über der Glut der Grillkohle aufgelegt wird, entsteht sofort eine sehr hohe Wärmeentwicklung. Die Temperaturen direkt über der Holzkohlenglut erreichen sehr schnell bis zu 5oo Grad Celsius. Das bedeutet, dass sich die Poren der Fleischscheiben sehr schnell schließen und das Fleisch sehr saftig bleibt. Das Fleisch bekommt den typischen Rauchgeschmack, der beim Grillen erreicht werden soll. Ist das Grillgut gar, kann es an den kühleren Rand des Grillrostes geschoben werden und wird so noch eine geraume Zeit warm gehalten.
Die Bezeichnung Barbeque kommt eigentlich aus den USA und steht für eine Grillparty die oftmals über einen ganzen Tag andauern kann. Dabei werden große Fleischstücke, oftmals auch mit Knochen, über Stunden gegrillt. Dieses Grillen kann auch auf einem Grillspieß erfolgen. Im Gegensatz zum Grillen wird beim Barbecue das Grillfleisch sehr langsam gegart. Der Garvorgang dauert mehrere Stunden bis das Fleisch sich leicht vom Knochen lösen lässt, denn es werden beim Barbeque nur Temperaturen von etwa 200 Grad Celsius erreicht. Außerdem verfügen Barbeque Grills zum überwiegenden Teil über eine Abdeckhaube, die während des Garvorganges geschlossen wird. Dadurch wird erreicht, dass im Grill zur vorhandenen Hitze der Holzkohlenglut zusätzlich eine Oberhitze erzeugt wird. Das ist vor allem beim Grillen von großen Fleischstücken sehr von Vorteil. Die Kerntemperatur im Inneren der Fleischstücke steigt nur langsam an, was bewirkt das die Fleischstücken schön saftig bleiben. Die Fleischsstücke bekommen allerdings nicht so eine braune Kruste wie beim Grillen. Wer auf diese Kruste nicht verzichten möchte, kann kurz vor Ende der Garzeit das Fleisch noch einmal direkt auf den Grillrost über die Holzkohlenglut legen. Zusätzlich bildet sich dadurch das typische Grillaroma stärker aus. Gegessen werden die so zubereiteten Fleischstücke mit den verschiedensten Soßen, die oft auf Senf oder Tomatenketchup basieren.