Gesundheitliche Aspekte des Grillens
Eine der wohl beliebtesten Aktivitäten in den warmen Sommermonaten nach einem langen Winter ist das Grillen. Insbesondere das Grillen von Fleisch wird oft als gesündere Variante gegenüber anderen Zubereitungsweisen, wie zum Beispiel dem Braten, verstanden, da das Fleisch nicht in Fetten gebraten wird. Dabei werden häufig die durch das Grillen entstehenden gesundheitlichen Risiken völlig außer Acht gelassen.
Das von vielen für gesünder gehaltene Fleisch, mag durch das auf dem Grill abtropfende Fett sicherlich einen geringeren Anteil des selbigen beinhalten, allerdings entsteht durch das Auftropfen des geschmolzenen Fetts auf die heiße Kohle nicht nur der für das Grillen typische Geruch, sondern auch der stark gesundheitsschädigende Stoff Benzpyren. Dieser Stoff hat nachweislich eine ähnliche gesundheitliche Wirkung wie Zigaretten. Weitere giftige Stoffe entstehen häufig bei dem Versuch, beim Grillen des Fleisches einen gewissen Bräunungsgrad und eine schmackhafte Kruste zu erlangen. Dazu wird in vielen Fällen Bier auf das Fleisch gegossen, wodurch sich eine große Rauchwolke bildet. Durch das Verbrennen von organischen Materialien, wie zum Beispiel Holz, entstehen sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe – auch PAK genannt – welchen eine krebserregende Wirkung nachgewiesen wurde.
Allerdings wird mittlerweile angenommen, dass der gelegentliche Verzehr eines leicht angekohlten Steaks nicht die lang vermuteten gesundheitlichen Schäden verursachen kann, da laut kanadischen Forschern, Kohle die schädlichen PAK bindet. Dies hätte zur Folge, dass die schädlichen Stoffe einfach wieder vom Körper ausgeschieden werden. Wer weiterhin gesundheitliche Bedenken hat, sollte grundsätzlich versuchen, Rauchbildung zu meiden (was auch die Nachbarn erfreuen wird). Des Weiteren ist die Verwendung von speziell für das Grillen von Fleisch und Gemüse vorgesehenen Aluschalen oder Alufolie zu empfehlen. Hierdurch wird vermieden, dass viel Rauch und damit Schadstoffe in das Fleisch ziehen können.
Weiterhin ist entscheidend, dass nur die zum Grillen (im Falle eines Kohlegrills) vorgesehene Holzkohle oder Holzkohlebriketts verwendet werden und keinerlei anderen Brennstoffe, da hierdurch möglicherweise gesundheitsschädlicher Qualm entstehen kann.
Nicht nur hilfreich, sondern auch schmackhaft, ist das Marinieren von Fleisch. Nachweislich trocknet in gesunden Ölen (wie Oliven- oder Sesamöl) und Kräutern (wie Basilikum, Oregano oder Thymian) mariniertes Fleisch weniger schnell aus und nimmt somit weniger Schadstoffe auf.
Gute Grills für indirektes Grillen giubts hier beim Grillfürst.